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	<title>Ein Hektar</title>
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		<title>Nutzung: An den Grenzen von Grüner Revolution und Bioökonomie</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2015 13:08:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ein Hektar]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dieser Artikel, verfasst von Christine Chemnitz, ist im Bodenatlas 2015 erschienen. Die Herausgeber des Bodenatlas 2015 sind die Heinrich Böll Stiftung und das IASS Potsdam. Seit Jahrhunderten werden die Landflächen der Erde von Menschen genutzt und geprägt: um Nahrungsmittel anzubauen, Tiere weiden zu lassen, Städte und Straßen zu bauen, Bodenschätze zu fördern, um Forstwirtschaft zu [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Artikel, verfasst von Christine Chemnitz, ist im Bodenatlas 2015 erschienen. Die Herausgeber des Bodenatlas 2015 sind die <a href="http://www.boell.de/en" target="_blank">Heinrich Böll Stiftung</a> und das <a href="http://www.iass-potsdam.de/en" target="_blank">IASS Potsdam</a>.</em></p>
<p>Seit Jahrhunderten werden die Landflächen der Erde von Menschen genutzt und geprägt: um Nahrungsmittel anzubauen, Tiere weiden zu lassen, Städte und Straßen zu bauen, Bodenschätze zu fördern, um Forstwirtschaft zu betreiben, spirituelle Werte auszudrücken oder die Freizeit zu verbringen.</p>
<div id="attachment_747" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://dresden.ein-hektar.de/wp-content/uploads/bodenatlas2015_grafik_14.jpg"><img class="size-medium wp-image-747" src="http://dresden.ein-hektar.de/wp-content/uploads/bodenatlas2015_grafik_14-300x189.jpg" alt="(Zum Vergrößern bitte anklicken) Eine Auswahl menschengemachter Probleme: Verknappung und Umwelteinflüsse gefährden die Produktion von Nahrungsmitteln. cc. Bodenatlas 2015" width="300" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">(Zum Vergrößern bitte anklicken) Eine Auswahl menschengemachter Probleme: Verknappung und Umwelteinflüsse gefährden die Produktion von Nahrungsmitteln. cc. Bodenatlas 2015</p></div>
<p>Das Land und seine Nutzung hat die Geschichte, Politik und Kultur der Völker geprägt. In vielen Ländern des Westens ist der individuelle Besitz von Land mit traditionellen Werten und gesellschaftlichem Status verbunden. So wurde landwirtschaftliches Eigentum möglichst über Generationen innerhalb von Familien weitergegeben. In sozialistischen Regimen war die Verstaatlichung von Land ein politisches und strategisches Machtmittel. Es fand seinen grausamen Höhepunkt in der Sowjetunion unter Stalin mit der Enteignung und Vertreibung von Millionen Bauern, die zur Hungerkatastrophe von 1933/34 führte. Die Folgen der Zwangskollektivierung prägen bis heute die landwirtschaftliche Struktur vieler mittel- und osteuropäischer Länder.</p>
<p>Landflächen sind begrenzt. Noch im 20. Jahrhundert dienten Kriege und koloniale Unterdrückung dazu, die Territorien der Nationalstaaten auszuweiten. Doch mit zunehmender Liberalisierung und Globalisierung des Agrarhandels seit den 1980er Jahren begannen die nationalen Knappheiten von Land zu verschwimmen, denn es schlug die Stunde der großen Agrar-Handelsunternehmen. Mit weltweiten Niederlassungen und der Transportlogistik für viele Millionen Tonnen Fracht bewegen seither die großen vier – Bunge, Cargill, Louis Dreyfus und ADM – die landwirtschaftlichen bulk products, Massenprodukte, aus den Ursprungsländern hin zu den Zentren der Verarbeitung und des Konsums. Nationale Landknappheit wird auf diese Weise ausgelagert: Man kauft sich jenseits der Grenzen die Flächen, die man braucht, gleichgültig welche Veränderungen die Nachfrage dort auslöst. Land, eigentlich immobil, ist zum flexiblen Produktionsfaktor geworden.</p>
<p>Bereits in den 1960ern hatte die „Grüne Revolution“ begonnen. Eine intensive Landnutzung mit Hochertragssorten, Düngemittel- und Pestizideinsatz sowie künstlicher Bewässerung erhöhte den Ertrag pro Fläche. Der Einsatz fossiler Energie kompensierte den Mangel an Land. Kaum beachtet wurden die Grenzen, an die diese Form der nicht nachhaltigen Landwirtschaft stieß. Das änderte sich erst zur Jahrtausendwende, als die ökologischen Schäden dieser industriellen Landwirtschaft in allen Teilen der Welt deutlich wurden.<br />
Inzwischen offenbart sich erneut, wie begrenzt Land ist – jetzt global. Die Nachfrage wächst überall: nach Nahrung, nach Futtermitteln, nach Agrartreibstoffen und nach Biomasse für chemische Produkte und Textilien.</p>
<p>Die Nutzer des Landes konkurrieren zunehmend miteinander. Während Städte heute nur 1 bis 2 Prozent der Erdoberfläche in Anspruch nehmen, werden sie 2050 etwa 4 bis 5 Prozent belegen, eine Steigerung von 250 auf 420 Millionen Hektar. Agrarflächen müssen weichen; ihr Verlust wird durch Urbarmachung kompensiert, indem Wälder und Steppen gerodet werden. Von 1961 bis 2007 weiteten sich die Ackerflächen der Welt um rund 11 Prozent oder 150 Millionen Hektar aus. Wüchse die heutige Nachfrage nach Agrarprodukten unverändert weiter, müsste bis 2050 eine zusätzliche Agrarfläche irgendwo zwischen 320 und 850 Millionen Hektar erschlossen werden. Der niedrigere Wert entspricht der Größe Indiens, der höhere derjenigen Brasiliens.</p>
<p>Mit der steigenden Nachfrage verschärfen sich die Spannungen zwischen verschiedenen Nutzergruppen. Land ist für Investoren ein attraktives ökonomisches Gut, ein zunehmend knappes mit guter Rendite. Land wird aber auch von den weltweit mehr als 500 Millionen Kleinbauern, Pastoralisten und indigenen Bevölkerungsgruppen gebraucht, um ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Zudem hat es einen identitätsstiftenden, kulturellen und teilweise spirituellen Wert. Gerade in Staaten ohne öffentliche Sicherungssysteme, in denen der Zugang zu Land elementar ist, werden die individuellen oder gemeinschaftlichen Nutzungsrechte aber immer wieder bedroht.</p>
<div id="attachment_748" style="width: 193px" class="wp-caption alignright"><a href="http://dresden.ein-hektar.de/wp-content/uploads/bodenatlas2015_grafik_151.jpg"><img class="wp-image-748" src="http://dresden.ein-hektar.de/wp-content/uploads/bodenatlas2015_grafik_151-126x300.jpg" alt="(Zum Vergrößern bitte anklicken) Fußballfelder zeigen die Kluft zwischen Arm und Reich. In einer nachhaltigen Welt müsste jeder Mensch mit 2.000 Quadratmetern auskommen." width="183" height="435" /></a><p class="wp-caption-text">(Zum Vergrößern bitte anklicken) Fußballfelder zeigen die Kluft zwischen Arm und Reich. In einer nachhaltigen Welt müsste jeder Mensch mit 2.000 Quadratmetern auskommen. cc. Bodenatlas 2015</p></div>
<p>Nicht nur, dass sich die Konkurrenz zwischen den Gruppen verschärft; auch die negativen Auswirkungen auf die Ökosysteme nehmen zu. Der Mensch achtet bei der Nutzung des Landes kaum darauf, ob die Qualität, die Vielfalt und die Fruchtbarkeit einer Landschaft erhal­ten bleibt. Je intensiver aber die landwirtschaftliche Bean­spruchung, desto negativer die ökologischen Folgen, vor allem der Verlust der über- und unterirdischen biologischen Vielfalt. Jedes Jahr werden etwa 13 Millionen Hektar Wald gerodet; von den Primärwäldern der Welt sind seit 2000 fast 40 Millionen Hektar verschwunden. Fruchtbare Böden gehen verloren, Wüsten breiten sich aus, und klimaschädliche Gase, die über Jahrtausende im Boden gespeichert waren, werden in die Atmosphäre entlassen.</p>
<p>All diesen Entwicklungen zum Trotz propagieren heu­te viele Regierungen der Industrieländer neue Wachs­tums­­po­­tenziale unter dem Stichwort „Bioökonomie“. Dabei sollen nachwachsende Rohstoffe die fossilen Ener­gie­träger erset­zen. Das ist die Umkehr der „Grünen Re­vo­lu­tion“: landin­ten­sive Produkte sollen nun Erdöl er­set­zen. Diese Wachstums­strategie würde alle Gerech­tig­keits-, Biodiversitäts- und Klimaziele zunichte ma­chen, auf die sich die Regierungen in den letzten Jahr­zehnten verständigt haben. Nach einem Bericht der UN-Entwicklungsorganisation UNDP ist – bei un­verändert zunehmender Nutzung des Landes – schon 2020 die Grenze einer ökologisch tragfähigen Beanspruchung erreicht. Der globale Landverbrauch vor allem durch EU und USA wird nicht mehr viel weiter zunehmen können. Bei 1,4 Milliarden Hektar globaler Ackerfläche muss jeder Mensch mit 2.000 Quadratmetern auskommen, von deren Ertrag er sich ernähren muss.</p>
<p>Mehr zum Bodenatlas auf <a href="http://globalsoilweek.org/soilatlas-2015" target="_blank">www.globalsoilweek.org/soilatlas-2015</a>.</p>
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		<title>Untergrund: Das unsichtbare Ökosystem</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2015 12:27:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ein Hektar]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dieser Artikel, verfasst von Knut Ehlers, ist im Bodenatlas 2015 erschienen. Die Herausgeber des Bodenatlas 2015 sind die Heinrich Böll Stiftung und das IASS Potsdam. Wie fruchtbar Böden sind, wird von vielen Faktoren bestimmt: vom Alter, vom Ausgangsgestein, vom Humusgehalt, von den Klimaverhältnissen und den Menschen. Mindestens Jahrhunderte, eher Jahrtausende und Jahrmillionen vergehen, bis das [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Artikel, verfasst von Knut Ehlers, ist im Bodenatlas 2015 erschienen. Die Herausgeber des Bodenatlas 2015 sind die <a href="http://www.boell.de/en" target="_blank">Heinrich Böll Stiftung</a> und das <a href="http://www.iass-potsdam.de/en" target="_blank">IASS Potsdam</a>.</em></p>
<p>Wie fruchtbar Böden sind, wird von vielen Faktoren bestimmt: vom Alter, vom Ausgangsgestein, vom Humusgehalt, von den Klimaverhältnissen und den Menschen.</p>
<p>Mindestens Jahrhunderte, eher Jahrtausende und Jahrmillionen vergehen, bis das entstanden ist, was wir Boden nennen. So viel Zeit wird gebraucht, damit Gestein an der Erdoberfläche verwittert und eine mehrere Meter mächtige Schicht bildet. Sie besteht etwa zur Hälfte aus mineralischen Partikeln wie Sand und Ton, zu jeweils grob 20 Prozent aus Luft und Wasser und zu etwa 5 bis 10 Prozent aus Pflanzenwurzeln, Lebewesen und Humus, der den Lebensraum und die Nahrungsquelle für weitere Organismen darstellt.</p>
<div id="attachment_734" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://dresden.ein-hektar.de/wp-content/uploads/bodenatlas2015_grafik_121.jpg"><img class="wp-image-734 size-medium" src="http://dresden.ein-hektar.de/wp-content/uploads/bodenatlas2015_grafik_121-300x116.jpg" alt="" width="300" height="116" /></a><p class="wp-caption-text">(Zum Vergrößern bitte anklicken) Der Lebensraum Boden birgt noch viele Geheimnisse. Nur ein Bruchteil der vielen Arten, die in ihm leben, ist bisher erforscht. cc. Bodenatlas 2015</p></div>
<p>Der Humus verleiht dem Boden nahe der Oberfläche eine dunkle, braunschwarze Farbe. Dieser Oberboden wimmelt von Leben: Neben Regenwürmern, Asseln, Spinnen, Milben und Springschwänzen leben in einer Hand voll Boden mehr Mikroorganismen (etwa Bakterien, Pilze oder Amöben) als Menschen auf der Erde. Diese Lebewesen zersetzen abgestorbene Pflanzenteile, bauen sie in Humus um und verteilen diese fruchtbare Substanz im Boden. Humus speichert Nährstoffe und Wasser und sorgt dafür, dass der Boden eine stabile Struktur mit vielen Poren erhält. Zudem enthält er viel Kohlenstoff, der ursprünglich von Pflanzen im Form des Klimagases CO2 aus der Luft aufgenommen wurde. Der Boden ist einer der bedeutendsten Kohlenstoffspeicher überhaupt: Er bindet mit etwa 1.500 Milliarden Tonnen allein im Humus fast dreimal mehr Kohlenstoff als die gesamte lebende Biomasse, also alle Lebewesen inklusive Bäumen, Sträuchern und Gräsern.</p>
<p>Beim Boden ist es wie beim Käse: Das beinahe Wichtigste sind die Löcher. Die Poren des Bodens, also die Hohlräume zwischen den festen Bestandteilen wie Mineralien und Humuspartikeln, sorgen dafür, dass der Boden durchlüftet und so die Pflanzenwurzeln und Bodenlebewesen ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Wasser wird durch Adhäsions- und Kapillarkräfte gegen die Schwerkraft gehalten – ein Boden kann bis zu 200 Liter pro Kubikmeter speichern und Pflanzen auch dann noch mit Flüssigkeit versorgen, wenn es länger nicht mehr geregnet hat. Das Porenvolumen eines Bodens ist abhängig von der Größe der mineralischen Bodenpartikel, dem Humusgehalt und der Durchwurzelung sowie der Aktivität der Bodenlebewesen.</p>
<p>Insbesondere Regenwürmer haben hier eine wichtige Funktion, denn ihre Gänge sind wichtige Wasserleitbahnen, die bei starken Niederschlägen die Aufgabe haben, das Wasser von der Oberfläche in den Unterboden zu transportieren. Dieser enthält weniger Humus und Lebewesen als der Oberboden und ist heller, durch unterschiedliche Eisenverbindungen häufig gelblich-ockerfarben oder auch rötlich. Ein tiefgründiger, gut durchwurzelbarer Unterboden spielt für die Bodenfruchtbarkeit eine große Rolle. Die Pflanze kann sich über ihre Wurzeln auch dann noch mit Wasser versorgen, wenn der Oberboden bereits trocken ist.</p>
<p>Die geografische Lage ist häufig entscheidend dafür, über welchen Zeitraum die Böden entstanden sind. In Mit­teleuropa kamen zum Beispiel in den Eiszeiten immer wie­der Gletschermassen dazwischen. Sie machten ­Tabu­la rasa, indem sie neue Sedimente ablagerten und bereits ent­­standene Böden umwühlten. Die ty­pischen braunen Böden in Mitteleuropa sind daher mit etwa 10.000 Jahren im internationalen Vergleich recht jung und wenig verwittert. Häufig enthalten sie noch viele Minerale, aus denen sich Pflanzennährstoffe wie Kalium und Phosphor langsam herauslösen. Die typischen roten Böden der Tropen hatten dagegen Millionen Jahre Zeit für die Verwitterung, mit der die Mineralien aufgelöst, umgebildet und teilweise ausgewaschen wurden. Der freigesetzte Phosphor wurde dabei von ebenfalls frei gewordenen Eisen- und Alumini­umoxiden fest gebunden, sodass die Pflanzenwurzeln ihn nun kaum mehr aufnehmen können. Diese Böden sind daher nährstoffarm. Die Nährstoffe für die reiche Vegetation sind statt im Boden in den lebenden Pflanzen gespeichert, denn abgestorbene Pflanzenteile werden sehr schnell zersetzt und die freigewordenen Nährstoffe sofort wieder aufgenommen.</p>
<p>Welche Eigenschaften sie herausbilden, ist maßgeblich abhängig von dem Ausgangsgestein. Ist es quarzreich, ent­stehen leichte, eher grobkörnige und sandige Böden, die gut durchlüftet sind, aber nur wenig Wasser und Nährstoffe speichern können. Ist das Ausgangsgestein dagegen reich an Feldspat, entsteht aus den immer feiner werdenden Par­­tikeln ein schwerer, tonreicher Boden, der viel Nährstoffe und Wasser speichert, aber schlechter durchlüftet ist. Auch ist das Wasser hier so stark im Boden gebunden, dass die Pflanzenwurzeln es nur zum Teil nutzen können. Optimal für die Landwirtschaft sind daher weder die sandigen leich­ten noch die tonreichen schweren Böden, sondern solche, die lehmig und reich an Schluff sind. Schluffpartikel sind kleiner als Sand und größer als Ton. Sie verbinden die Vor­teile von beiden: gute Durchlüftung und gutes Wasser- und Nährstoffspeichervermögen.</p>
<p>Besonders fruchtbare Böden sind interessante Ackerflächen; eingeschränkt fruchtbare Böden eignen sich noch für die Wiesen- und Weidennutzung oder als Waldfläche. Auch weniger fruchtbare Böden können wertvoll sein, etwa als Lebensräume seltener Arten. Moorböden wiederum sind für eine intensive landwirtschaftliche Nutzung zu feucht, speichern aber besonders viel Kohlenstoff.</p>
<p>Wenn der Boden falsch und zu intensiv genutzt wird, verliert er seine Funktionsfähigkeit und degradiert. Schät­zungsweise 20 bis 25 Prozent aller Böden weltweit sind be­reits davon betroffen, und jedes Jahr verschlechtern sich weitere 5 bis 10 Millionen Hektar. Das entspricht in der Grö­ßenordnung der Fläche Österreichs (8,4 Millionen Hektar). Dabei gibt es durchaus Böden, etwa im Auenbereich von Eu­phrat und Tigris oder im Hochland von Neuguinea, die seit 7.000 Jahren unter ganz unterschiedlichen Bedingungen ge­nutzt werden – und nach wie vor fruchtbar sind.</p>
<p>Mehr zum Bodenatlas auf <a href="http://globalsoilweek.org/soilatlas-2015" target="_blank">www.globalsoilweek.org/soilatlas-2015</a>.</p>
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		<title>12 kurze Lektionen</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2015 13:33:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ein Hektar]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#160; &#160;</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_725" style="width: 1410px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://dresden.ein-hektar.de/wp-content/uploads/bodenatlas2015_grafik_8-9.jpg"><img class="wp-image-725" src="http://dresden.ein-hektar.de/wp-content/uploads/bodenatlas2015_grafik_8-9.jpg" alt="" width="1400" height="926" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Vergrößern bitte anklicken</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Boden. 7.284.283.000 Nutzer Weltweit</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2015 14:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ein Hektar]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="http://dresden.ein-hektar.de/blog/boden-7-284-283-000-nutzer-weltweit/">Boden. 7.284.283.000 Nutzer Weltweit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="http://dresden.ein-hektar.de">Ein Hektar</a>.</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dresden.ein-hektar.de/wp-content/uploads/Boden.7....nutzer.weltweit.jpg"><img class="aligncenter wp-image-707 size-full" src="http://dresden.ein-hektar.de/wp-content/uploads/Boden.7....nutzer.weltweit.jpg" alt="Boden.7....nutzer.weltweit" width="1311" height="1819" /></a></p>
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		<title>Was DER HEKTAR zeigt</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2015 09:48:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ein Hektar]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wenn die globale Landfläche nur einen Hektar (10.000 m²) groß wäre, dann wäre mehr als ein Drittel davon Wüste und Eis (3.400 m²) und somit für Menschen nicht nutzbar. Ungefähr ein Viertel wird als Weideland (2.800m²) genutzt und ein weiteres Viertel ist mit Wald bedeckt (2.600 m²). Nur 1.000 m², also ein Zehntel, sind landwirtschaftlich [&#8230;]</p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die globale Landfläche nur einen Hektar (10.000 m²) groß wäre, dann wäre mehr als ein Drittel davon Wüste und Eis (3.400 m²) und somit für Menschen nicht nutzbar. Ungefähr ein Viertel wird als Weideland (2.800m²) genutzt und ein weiteres Viertel ist mit Wald bedeckt (2.600 m²). Nur 1.000 m², also ein Zehntel, sind landwirtschaftlich genutzte Fläche. Fruchtbarer Boden ist somit nur sehr begrenzt verfügbar, dabei muss er einiges für uns leisten: Wir müssen auf ihm Nahrungsmittel für immer mehr Menschen produzieren, wir bauen Städte auf ihm und nutzen ihn immer häufiger für den Anbau von Futter- und Energiepflanzen.</p>
<p><a href="http://dresden.ein-hektar.de/wp-content/uploads/Infografik_Landverbrauch_dt.jpg"><img class="alignleft wp-image-683 size-medium" src="http://dresden.ein-hektar.de/wp-content/uploads/Infografik_Landverbrauch_dt-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a></p>
<p>Diese Themen bilden die Grundlage für EIN HEKTAR. Land und Boden werden im Zusammenspiel verschiedener Elemente im Park anschaulich erfahrbar. Bunte Markierungen und Elemente auf der Wiese des Parks verweisen auf Ausstellungstafeln im Infocontainer mit Aussichtsplattform. Einige Fragen, die die Installation aufgreift sind:</p>
<ul>
<li>Wie viele Lebewesen finden wir in einem Hektar Boden?</li>
<li>Wie viel Ackerfläche verbraucht unser Leben?</li>
<li>Wie viel Land wird täglich überbaut?</li>
<li>Wie viele Menschen ernährt ein Hektar?</li>
<li>Können wir Boden reparieren?</li>
<li>Ist Land gerecht verteilt?</li>
</ul>
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		<title>Einleitung</title>
		<link>http://dresden.ein-hektar.de/blog/einleitung/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2015 10:36:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ein Hektar]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wenn die globale Landfläche nur einen Hektar (10.000m²) groß wäre, dann wären 3400 m² davon Wüste und Eis. Nur auf 1000 m² könnten wir Nahrungsmittel anbauen. Obwohl fruchtbarer Boden nur ­­­sehr begrenzt verfügbar ist, ist er eine weitgehend unbeachtete Ressource. Dabei ist er die Grundlage für 90 % unserer Nahrung, er reinigt und speichert Wasser [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die globale Landfläche nur einen Hektar (10.000m²) groß wäre, dann wären 3400 m² davon Wüste und Eis. Nur auf 1000 m² könnten wir Nahrungsmittel anbauen.<br />
Obwohl fruchtbarer Boden nur ­­­sehr begrenzt verfügbar ist, ist er eine weitgehend unbeachtete Ressource. Dabei ist er die Grundlage für 90 % unserer Nahrung, er reinigt und speichert Wasser und trägt zur Abmilderung des Klimawandels bei.</p>
<p>Doch der Druck auf diese lebensnotwendige Ressource nimmt immer weiter zu. Da die Weltbevölkerung immer weiter wächst, nimmt die Ackerfläche, die jedem von uns durchschnittlich zur Verfügung steht, immer weiter ab. Seit 1960 hat sie sich mehr als halbiert. Aktuell sind es etwas mehr als 2.000 Quadratmeter, also circa ein drittel Fußballfeld. Gleichzeitig führt die Übernutzung der verfügbaren Flächen zu einer abnehmenden Qualität der Böden (Degradierung). Hierdurch kann der Boden seine Fähigkeit zur Nahrungsmittelproduktion ebenso verlieren wie wichtige ökologische und klimatische Funktionen. Einmal verlorener Boden scheint für immer verloren: Bis sich fünf Zentimeter neuer Boden bilden, dauert es 1000 Jahre.<br />
Doch wir nutzen Boden nicht nur für Ackerland, sondern auch für Weide- und Forstwirtschaft. Wenn wir beispielsweise Fleisch oder Papier konsumieren, konsumieren wir immer auch Land. Insbesondere wir Europäer verbrauchen mehr davon, als uns statistisch gesehen zusteht, nämlich pro Jahr und Kopf 1,3 Hektar. Dies ist ein globales Problem. Und eine ganz konkrete Herausforderung in Deutschland.</p>
<p>Die Installation EIN HEKTAR gibt einen Einblick in die weltweite Nutzung und die Funktion von Böden. Sie beleuchtet das Dilemma von Übernutzung und Knappheit, und sie zeigt, dass wir gleichzeitig große Mengen der Ressource Boden verschwenden. Darüber hinaus stellt sie die Frage nach gerechter Verteilung und skizziert Ansätze zu einer nachhaltigeren Nutzung dieser kostbaren Ressource.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Photo credit: CC IOM Haiti@Flickr.com</p>
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		<title>Eröffnung EIN HEKTAR</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2015 12:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ein Hektar]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Böden weltweit schützen! Eröffnung der Installation „EIN HEKTAR“ mit Diskussion und Führung auf dem Dresdner Altmarkt. Donnerstag 15. Oktober 2015, 17 Uhr mit Eva Jähnigen, Bürgermeisterin für Umwelt und Kommunalwirtschaft der Stadt Dresden Bernd Siemer vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Amy Green vom Institute for Advanced Sustainability Studies Potsdam Im Gespräch soll die Bedeutung [&#8230;]</p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left"><strong>Böden weltweit schützen</strong>!</p>
<p style="text-align: left">Eröffnung der Installation „EIN HEKTAR“ mit Diskussion und Führung auf dem Dresdner Altmarkt.</p>
<p style="text-align: left">Donnerstag 15. Oktober 2015, 17 Uhr mit</p>
<ul>
<li style="text-align: left">Eva Jähnigen, Bürgermeisterin für Umwelt und Kommunalwirtschaft der Stadt Dresden</li>
<li style="text-align: left">Bernd Siemer vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie</li>
<li style="text-align: left">Amy Green vom Institute for Advanced Sustainability Studies Potsdam</li>
</ul>
<p>Im Gespräch soll die Bedeutung gesunder Böden für eine nachhaltige Entwicklung und das Dresdner Stadtklima aufgezeigt werden und damit die 10.000 qm –ein Hektar – große Installation „EIN HEKTAR“ eröffnet werden. Die Veranstaltung bildet gleichzeitig den Auftakt des 7. Umundu-Festivals für global nachhaltigen Konsum, dass sich mit dem diesjährigen Fokusthema: „Unter uns der Boden. Warum Böden unsere Aufmerksamkeit brauchen“ thematisch dem von der UN ausgerufenen Internationalen Jahr des Bodens anschließt. Anschließend Führungen in kleinen Gruppen durch die Installation im Anwesenheit einiger Klangkünstler.</p>
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		<title>Seltene Erde</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2015 12:19:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ein Hektar]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstwerke]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Rolf Sudmann (Deutschland) Hochbeet, Handy, Metall Hochsicherheitsgewächs: im Gartenbeet wachsen 17 Handys mit esperantischen Weisheiten. Futuristische Klänge und Aussprüche in Esperanto erklingen aus dem mehrfach gesichertem Beet, wenn die Mobiltelefone der Seltenen Erden angewählt werden. Esperanto („der/die Hoffende“) wurde als Universal- bzw. Welthilfssprache erfunden, um die Verständigung zwischen den Völkern zu verbessern. Wie Esperanto, ist [&#8230;]</p>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rolf Sudmann (Deutschland)</strong></p>
<p><strong>Hochbeet, Handy, Metall</strong></p>
<p>Hochsicherheitsgewächs: im Gartenbeet wachsen 17 Handys mit esperantischen Weisheiten.<br />
Futuristische Klänge und Aussprüche in Esperanto erklingen aus dem mehrfach gesichertem Beet, wenn die Mobiltelefone der Seltenen Erden angewählt werden. Esperanto („der/die Hoffende“) wurde als Universal- bzw. Welthilfssprache erfunden, um die Verständigung zwischen den Völkern zu verbessern. Wie Esperanto, ist das übermächtige Vertrauen in die Technologie zur Lösung<br />
des Nachhaltigkeitsdilemmas ein utopisches Ideal.</p>
<p>Die 17 Elemente, die wir Seltenen Erden nennen, haben besondere magnetische, phosphoreszierende und katalytische Eigenschaften, die für technologische Entwicklungen wie Röntgengeräte, Flugzeuge und Laser, ebenso wie für grüne Technologien wie Windkraftanlagen und Elektroautos unentbehrlich sind. Allein in einem Smartphone befinden sich neun verschiedene Seltenerdelemente. Sie werden für das Farbdisplay, die Schaltung, die Lautsprecher und die Vibration gebraucht.</p>
<p>Genaugenommen sind Seltene Erden gar nicht selten, sondern sie kommen sehr verstreut und mit anderen Mineralen gemischt vor, was die Gewinnung aus der Erde sehr mühsam macht. Der Abbau hat massive Umweltauswirkungen da toxische und zum Teil radioaktive Abfälle produziert werden.</p>
<p>Zurzeit ist China der weltgrößte Hersteller und Verbraucher der Seltenerdelemente. 2010 sorgte das Land für 95% der Produktion. Ein Monopol auf knappen Ressourcen bringt geopolitische Macht mit sich.</p>
<ul>
<li>Scandium  &#8211; Prenu biciclon (Nimm das Fahrrad)</li>
<li>Yttrium – Visitu Resarö- (Besuch Resarö- Insel in Schweden wo ein Seltenen Erde zuerst entdeckt worden ist)</li>
<li>Lanta – Ho, Sir John</li>
<li>Cer- Estu lumo-  (es werde Licht)</li>
<li>Praeesodym- Verdo povas esti problemo- (Grün kann ein Problem sein)</li>
<li>Neodym- Cu vi ankan estis amiko de vento?- ( Bist Du auch ein Freund des Windes?)</li>
<li>Samarium – Cu vi pivas auskulti min_</li>
<li>Prometium- Papa, Mike Sesdekuno (PM 61)</li>
<li>Euopium- Mondo, mankas monon  (Der Welt fehlt Geld)</li>
<li>Gadolinium- Trinku, deamikoj, trinku (Trinkt frende Trinkt)</li>
<li>Terbium- Acetu en svislando (Kauf in die Schweiz)</li>
<li>Dysprosium- Estas malalirebla (Es ist unzugänglich)</li>
<li>Holmium- Kiel forta! (wie stark!)</li>
<li>Erbium – Kontrau kataraktan (gegen grauer Star)</li>
<li>Thulium – Vere, estas rara tero (wahrhaftig, eine Seltene Erde)</li>
<li>Ytterbium – Protektu la prezidenton! (Beschüzt den President“</li>
<li>Lutium – Ne fogesu min! (Vergiss micht nicht!)</li>
<li>Trinku, deamikoj, trinku! – (Trinkt! Freunde, trinkt!)</li>
</ul>
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		<title>MATSOGO</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2015 12:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ein Hektar]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstwerke]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Lerato Shadi (Berlin/Südafrika) Kamera &#38; Schnitt: Erik Dettwiler Das Video „Matsogo“ zeigt, wie zwei Hände ein Stück Kuchen zerkrümeln und anschließend wieder zu einem Dreieck formen, das an die Gestalt des ursprünglichen Stücks erinnert. Durch den Prozess der Dekonstruktion und Rekonstruktion wird das Wesentliche des Kuchens – seine Konsumierbarkeit– untergraben und geht schließlich verloren. Obwohl er wieder [&#8230;]</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Lerato Shadi (Berlin/Südafrika)</strong></em></p>
<p>Kamera &amp; Schnitt: Erik Dettwiler</p>
<p>Das Video „Matsogo“ zeigt, wie zwei Hände ein Stück Kuchen zerkrümeln und anschließend wieder zu einem Dreieck formen, das an die Gestalt des ursprünglichen Stücks erinnert. Durch den Prozess der Dekonstruktion und Rekonstruktion wird das Wesentliche des Kuchens – seine Konsumierbarkeit– untergraben und geht schließlich verloren. Obwohl er wieder zu einem Objekt umgeformt wird, das ähnlich aussieht und die gleichen Bestandteile hat wie der ursprüngliche Kuchen, hat er seine eigentliche Funktion verloren.</p>
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		<title>Leave it in the ground</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2015 12:02:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ein Hektar]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstwerke]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Film von Oliver Ressler (Österreich), 18 Min., 2013 In den vergangenen Jahren zeigten zahlreiche extreme Wetterereignisse auf, dass der Klimawandel nicht mehr nur ein Phänomen der Zukunft ist, sondern bereits stattfindet. Die Auswirkungen der Erderwärmung – Desertifikation, häufigere Trockenperioden, seltenere, aber dafür heftigere Niederschläge, geringere Ernteerträge – schüren bestehende soziale Konflikte. Im Globalen Süden verschlimmert [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="http://dresden.ein-hektar.de/blog/leave-it-in-the-ground/">Leave it in the ground</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="http://dresden.ein-hektar.de">Ein Hektar</a>.</p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Film von Oliver Ressler (Österreich), 18 Min., 2013</em></p>
<p>In den vergangenen Jahren zeigten zahlreiche extreme Wetterereignisse auf, dass der Klimawandel nicht mehr nur ein Phänomen der Zukunft ist, sondern bereits stattfindet. Die Auswirkungen der Erderwärmung – Desertifikation, häufigere Trockenperioden, seltenere, aber dafür heftigere Niederschläge, geringere Ernteerträge – schüren bestehende soziale Konflikte. Im Globalen Süden verschlimmert der Klimawandel die Krisen der Armut, Gewalt und Unruhe, die aus dem Erbe des Kolonialismus und des neoliberalen Kapitalismus entstehen. Ein Teufelskreis, der humanitäre Krisen und Bürgerkriege entfacht, die wiederum politische, wirtschaftliche und Umweltkatastrophen verstärken.</p>
<p>Deutlichen Warnungen zum Trotz haben die regierenden Mächte keine politische Agenda mit einer ernsthaften Strategie zur Reduzierung des Einsatzes fossiler Energieträger, der Hauptursache für die Erderwärmung. Die Welt scheint von einem Fundamentalismus der fossilen Brennstoffe dominiert zu sein.</p>
<p>Vor kurzem befürworteten PolitikerInnen in Norwegen die Förderung von Öl in einem der weltweit größten Lebens- und Laichgebiete von Fischen und Meereslebewesen, dem Meer rund um die Inselgruppe Lofoten. Die Tiefseebohrungen hätten unvorhersehbare Auswirkungen auf die Fischpopulationen und eines der reinsten Wassergebiete der Welt. Vor dem Hintergrund der idyllischen Landschaften der Lofoten beschreibt „Leave It in the Ground“ die Klimakrise nicht als technisches und wissenschaftliches Problem, sondern als politisches. Der Film erörtert, wie von der Erderwärmung verursachte ökologische und humanitäre Katastrophen alte Ordnungen verwerfen und neue Möglichkeiten eröffnen können, die zu anhaltenden sozialen und politischen Umbrüchen – sowohl positiv als auch negativ – führen können.</p>
<p>Der Film wird durch drei fotografische Arbeiten ergänzt, die Szenarien einer Welt nach dem Öl evozieren.</p>
<p>Regisseur und Produzent: Oliver Ressler<br />
Sprechtext: Oliver Ressler &amp; John Barker<br />
Der Text wurden in Teilen inspiriert von Christian Parenti, Tropic of Chaos: Climate Change and the New Geography of Violence (2011); Rebecca Solnit, A Paradise Built in Hell (2009); Naomi Klein, Capitalism vs. the Climate (2011).<br />
Sprecher: Andrew Golder<br />
Kamera, Schnitt: Oliver Ressler<br />
Sound-Design, Mischung und Farbkorrektur: Rudolf Gottsberger<br />
Musik aus dem Album: Kate Carr, Songs from a Cold Place (2013)<br />
Filmmaterial: Mosireen; anonyme Videofilmer<br />
Besonderer Dank geht an Bassam el Baroni, Dorian Batycka, Derek Jarman, Tadzio Müller, Maren Richter, Odd Arne Sandberg und Berte Tungodden Ynnesdal.</p>
<p>Der Film wurde vom <a href="http://liaf2013.no/en/">LIAF – Lofoten International Art Festival 2013</a> in Auftrag gegeben und vom BMUKK unterstützt.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="http://dresden.ein-hektar.de/blog/leave-it-in-the-ground/">Leave it in the ground</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="http://dresden.ein-hektar.de">Ein Hektar</a>.</p>
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